Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer eins. Die häufigste Art von Kopfschmerz ist der sogenannte Spannungskopfschmerz, der als drückender oder ziehender Schmerz im Kopf wahrgenommen wird.
Eine spezielle Variante von Kopfschmerz ist die Migräne. Sie gilt als eine chronische neurologische Erkrankung, von der doppelt so viele Frauen als Männer betroffen sind. Doch auch Kinder leiden zunehmend unter Migräne, die Statistik spricht von 4% der Schulkinder, die wiederholt Migräne-Attacken haben.

Der Spannungskopfschmerz fängt meist im Nacken an und breitet sich dann über den ganzen Kopf aus. Er fühlt sich an wie ein zu enges Band um den Kopf. Der Schmerz wird als unangenehm empfunden, je nach Abstufung mehr oder weniger, jedoch kann der Betroffene durchaus seinem gewohnten Tagesablauf nachgehen.
Die Migräne dagegen tritt anfallsartig, in der Regel einseitig und äußerst heftig auf. Auch sie beginnt an einem bestimmten Punkt, meist ist es immer der gleiche. Es kann der Nacken sein, ein Punkt am Oberkopf oder über dem Auge. Manche Anfälle fangen mit einer sogenannten Aura an, das sind spezielle Sehstörungen wie Gesichtsfeldausfälle oder wahrgenommene Lichtblitze. Der Schmerz steigert sich immer mehr und ist ziehend bis stechend. Migräne ist oft von starker Lichtempfindlichkeit und Übelkeit mit Erbrechen begleitet, so dass der Betroffene seinem Alltagsgeschäft nicht mehr nachgehen kann.

Episodische Spannungskopfschmerzen werden gewöhnlich durch bestimmte Umstände ausgelöst. Das kann ein Wetterumschwung sein, eine zu lange Nacht mit zu viel Alkohol, zu wenig Schlaf, eine Erkältung und vieles mehr. Meist sind dem Betroffenen die Ursachen bekannt und eine Schmerztablette schafft Abhilfe. Der Spannungskopfschmerz tritt allerdings auch chronisch auf und die Auslöser können vielfältig sein, wie beispielsweise Stress, Probleme, Überlastung oder eine falsche Körperhaltung.
Die Ursachen von Migräne sind noch nicht gänzlich erforscht. Man weiß jedoch inzwischen, dass ein Ungleichgewicht von Serotonin am Entstehen von Migräne beteiligt ist. Es verursacht Veränderungen an den Gefäßen im Gehirn und löst so den Anfall aus.

Spannungskopfschmerzen können gut mit geringen Dosen handelsüblicher Schmerzmittel, wie Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Migräne erfordert meist eine stärkere Medikation oder spezielle Medikamente, wie beispielsweise Triptane. Oft müssen Mittel gegen Erbrechen und Übelkeit eingenommen werden.